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Meteorologie

Fliegen im Einklang mit der Natur

Motor der Segelflieger

Ohne Aufwind verliert ein Segelflugzeug stetig an Höhe. Soll es also an Höhe gewinnen, muss es in einer Luftmasse fliegen, die schneller steigt, als das Flugzeug selbst sinkt.
Es gibt zwei verschieden Arten von Aufwinden:

Dynamischer Aufwind

Berghänge zwingen den Wind aufzusteigen, der sogenannte Hangaufwind entsteht. Je stärker der Wind und je höher der Hang ist, desto schneller und höher kann man in dem Aufwind steigen.
Eine weitere Möglichkeit ist der Wellenaufwind. Hinter Gebirgszügen entstehen bei stärkerem Wind sogenannte Lee-Wellen, in deren Aufwindgebieten die Segelflieger Höhe gewinnen können.

Konvektiver Aufwind

Beim konvektiven Aufwind erwärmen sich die bodennahen Luftschichten und dehnen sich dabei aus. Dadurch wird die Luft leichter und steigt auf. Diese „Aufwindbärte“ bilden oft Quellwolken. Der Segelflieger versucht durch Kreisen in diesen Bärten Höhe zu gewinnen.


Kaltfront und Rückseitenwetter

Eine Kaltfront ist ein Wetterereignis bei dem sich eine kalte (also schwerere) Luftmasse unter eine wärmere (also leichtere) Luftmasse schiebt.
Dadurch wird die warme Luft dazu gezwungen aufzusteigen. Je nachdem wie sich die Temperatur mit der Höhe in der warmen Luft verändert, entstehen entweder Gewitterwolken oder breite Regenwolken.
Nach Durchzug von Kaltfronten bildet sich durch die Sonneneinstrahlung und die kühle Luft meistens gute Wolkenthermik. Diese sogenannte Rückseite ist daher für Segelflugpiloten interessant.


Die Außenlandung

Wenn sich im Verlauf eines Streckenfluges die Wetterverhältnissse verändern und keine Thermik mehr entsteht, bleibt nur die Möglichkeit zu landen.
Der Segelflugpilot fliegt bis zum nächsten Flugplatz oder er landet, wenn kein Flugplatz in Reichweite liegt, auf einem geeigneten Feld.
Ein abgeernteter Acker ist die beste Möglichkeit, jedoch kann es passieren, dass kein solcher Acker erreichbar ist dann muss auf einem bewachsenen Feld gelandet werden.
Nach einer Außenlandung wird das Flugzeug auf dem Außenlandefeld abgerüstet und mit einem speziell dafür vorgesehenen Anhänger abgeholt.
Eine Außenlandung ist keinesfalls eine Notlandung, sondern ein in der Streckenfliegerei normaler Vorgang.