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Englandflug Juli 2013

Wie so häufig saßen wir wieder einmal bei schlechtem Wetter am Wochenende in unserem Clubhaus, der Landeklappe, als unser Kamerad Fritz sagte, er wolle unbedingt einmal nach England fliegen. Ich stimmte ihm zu und sagte: „Wenn, dann nur nach Duxford, um dort die großen alten Maschinen fliegen zu sehen“. Einmal im Jahr ist dort die größte Airshow Europas, auf der die alten Warbirds der Fighter Collection im Flug zu sehen sind. Nachdem der Plan gefasst war, wurde unsere D-EZFS eine Katana DV-20 gebucht. Einige verregnete und verschneite Wochenenden später gesellte sich noch ein weiterer Pilot dazu, sodass vorsorglich die D-EDTC eine viersitzige Cessna 172 auch noch für das Juliwochenende der Flying Legends gebucht wurde.

Da ein solch aufwendiger und langer Flug nur für die Flying Legends nicht lohnen würde, haben wir gemeinsam überlegt, wie wir das verlängerte Wochenende noch interessanter – aber auch erholsamer – gestalten könnten. Das Ergebnis war ein Plan, der darin bestand, nach Cambridge zu fliegen, dort bzw. in der Umgebung zwei Nächte zu verbringen sowie eine Nacht in Bournemouth einem Badeort an der englischen Südküste.

Als der Starttermin unseres Fluges näher rückte, musste der Initiator leider aus familiären Gründen seinen Platz abgeben, der dann von einem anderen Fliegerkameraden eingenommen wurde. Im Vorfeld gab es noch einige Dinge zu tun.

Einer unserer Mitflieger erklärte sich bereit, die VFR-Karten von den Niederlanden, Belgien, Frankreich und England zu bestellen. Ich telefonierte schon einmal mit dem Flugplatz in Cambridge und recherchierte die Anflugkarten der geplanten Aufenthaltsorte und Tankstops. Außerdem schickte ich die ausgefüllten General Aviation Reports für unsere beiden Crews nach Cambridge. Diese Einreiseformularitäten sind nötig, da das vereinigte Königreich nicht zum Schengenraum gehört. Der Zoll musste also vorher von unserer Ankunft unterrichtet werden.

Am Abend vor dem Flug trafen sich die Crews wieder in der Landeklappe, unserem kleinen Clubhäuschen auf dem Flugplatz in Detmold, um gemeinsam die Streckenführung und alle notwendigen Details zu klären.

Tag eins

Am Morgen des 13. Juli ging es endlich los. Das Ziel der ersten Etappe lag noch in Deutschland. Es war der Grasplatz in Grefrath, wo erst einmal für das leibliche Wohl gesorgt wurde und nach der Onlineflugplanaufgabe die Streckendetails geklärt wurden.

Weiter ging es zum Regionalflughafen Kortrijke in Belgien, wo wir die Tanks der D-EDTC und der DEZFS bis zum Rand füllten. Die Strecke ähnelte aufgrund der Flugbeschränkungsgebiete bei Eindhoven und Brüssel bzw. Antwerpen eher einem Spießrutenlauf. Ständige Wechsel der Höhe und immer ein Auge auf den Moving-Map-Systemen waren nötig, um keine Luftraumverletzung zu begehen.

Mit vollen Tanks und von der Flugsicherung angenommenen Flugplänen ging es dann über Frankreich bis zur Kanalküste östlich von Calais-Dunquerke. Die Wolkenuntergrenze lag inzwischen unter 900 Fuß, aber mitten über dem Kanal lichtete sich die Bewölkung und wir hatten die Felsen von Dover in Sicht. Nachdem wir Kontakt mit Manston Radar aufgenommen hatten, ging die Strecke über die Themsemündung mit der Londoner City in Sicht Richtung Norden. Die nächsten Verkehrsinformationen bekamen wir dann schon von Cambridge Radar wo bereits umfangreiche Flugbewegungen in Duxford gemeldet wurden. Die Tango Charly landete als Nummer 2 hinter einer Evektor Sportstar. Als Nummer 3 dann unsere Foxtrott Sierra mit den beiden Vereinskameraden.

Bereits auf dem Vorfeld wurden wir mit der typischen englischen Gastfreundschaft empfangen und unsere Maschinen betankt.

Da wir aufgrund einer niedrigen Wolkenuntergrenze in Detmold später als geplant gestartet waren, hatte das General Aviation Terminal schon geschlossen. Somit konnten wir den Flugplatz nur noch über die Privatjetfirma ExecuJet verlassen, in deren Lounge wir uns ausruhen konnten, bis das Taxi vor Ort war. Nach umfangreichen Verhandlungen über den Beförderungspreis – der Bed-and-Breakfast-Pub war ein wenig weiter nördlich von Cambridge als unser Kamerad bei der Buchung angenommen hatte – ging es im Taxi über Land bis zum „The Three Pickerels“.

Das „The Three Pickerels“ ist ein an einem Entwässerungskanal aus dem 17. Jahrhundert idyllisch gelegenen Pub mit einer großen, von Trauerweiden umgebenen, Holzterrasse oberhalb des Kanals.

Nun war es Zeit für das erste handgezapfte originale englische Bier, um den anspruchsvollen und interessanten Reisetag ausklingen zu lassen. Gefolgt von einem hervorragenden Abendessen und noch einigen Bieren auf der Terrasse.

Tag Zwei

Pünktlich um 09:00 Ortszeit stand der Taxifahrer vor der Tür; bereit uns nach Duxford zu bringen. Um den Besuchermassen gerecht zu werden, wurde die Verkehrsführung angepasst. Ohne Parkplatzsuche vor dem Eingang abgesetzt ging es auf das Gelände des Flugplatzes Duxford. Neben den drei großen jährlichen Airshows bietet die Außenstelle des Imperial War Museum den Flugzeugbegeisterten auch noch zwei große Ausstellungshallen zur Besichtigung an.

Die westlich gelegene Halle beschäftigt sich mit englischen Flugzeugen von der Tiger Moth bis zu Concord.

Darunter auch Exemplare wie z.B. ein Vulcan Bomber. Die Zweite Halle beinhaltet amerikanische Flugzeuge vom zweiten Weltkrieg bis zum kalten Krieg. Zentrales Element der „amerikanischen Halle“ ist eine B52, ein achtstrahliger strategischer Nuklearbomber.

Die Maschine hat zwischen Cockpit und Tragfläche eine geknitterte Außenhaut, was auf eine extrem harte Landung schließen lässt und wohl zu ihrer Ausmusterung führte und sie ins Museum gebracht hat. Weiter zu sehen sind u.a. die SR71, das schnellste Flugzeug der Welt, B24 Liberator, P47 Thunderbolt sowie eine U2, die unter der Decke hängt.

Neben den beiden Ausstellungshallen sind da natürlich auch noch die Hangars, in denen die Flugzeuge der Fighter Collection aufbewahrt werden. Diese waren allerdings nicht für die Besucher geöffnet. Das hätte bei der sogenannten Flight Line an diesem Wochenende auch keinen Sinn gemacht. Bis auf eine neu restaurierte P51 standen alle Maschinen der Fighter Collection auf dem Rasen neben dem südlichen Rollweg. Die Besucher hatten Gelegenheit zum Flight Line Walk auf dem Rollweg gegen eine Gebühr von 5 Pfund. Das mag sich teuer anhören – auch vor dem Hintergrund, dass der Eintritt 34 Pfund betrug – aber jedes Pfund ist nötig, um diese Maschinen mit all den ehrenamtlichen Helfern am Leben, d.h. flugfähig zu halten. Wir haben das Geld gerne bezahlt.

Vor den Maschinen standen Helferinnen und Helfer in Weltkriegsuniformen. Der Samstag war mit über 30° C der wärmste Tag des Jahres in England, so dass wir froh waren, in den Ausstellungshallen Schutz vor der Sonne zu finden.

Als die ersten Warbirds die Motoren starteten mussten wir aber doch wieder in die Sonne. Zunächst starteten drei Spitfire, die die Umgebung des Flugplatzes verließen. Als nächstes startete eine Bearcat und flog ihre Vorführung.

Der Pilot der Maschine hat das siebzigste Lebensjahr bereits überschritten, aber der Kommentator lieferte eine logische Erklärung: In dem hohen Alter seien die Adern enger, der Blutdruck höher und damit die Auswirkungen der starken Beschleunigungen beim Abfangen aus dem Bahnneigungsflug geringer (das Blut wandert also nicht so schnell vom Kopf in die Beine). Interessierte finden auch einen Videoclip der Bearcat von den Flying Legends 2012 auf Youtube.

Die gesamte Flugvorführung sollte eigentlich von 14:00 bis 17:00 dauern, aber der Beginn am Samstag war bereits um 13:45. Die Show endete erst um 17:45, so dass die begeisterten Zuschauer den Donner am Himmel noch eine Stunde länger hören konnten. Alle Maschinen kamen zunächst in kleinen Gruppen oder einzeln zum Einsatz und flogen ihre Vorführungen. Die beiden Messerschmitt 109 beispielsweise flogen zunächst gemeinsam und wurden dann von Spitfires verfolgt.

Ein wenig mogelt die Fighter Collection allerdings, da es sich um spanische Messerschmitts handelt, die auf Rolls Royce Merlin Motoren umgebaut wurden. Die Cowling, d.h. die Motorhaube entspricht auch nicht dem Orginal. Der Sound und die Flugleistungen sind jedoch sehr gut. Zu sehen waren viele weitere Maschinen, wie z.B. B17, P40 Curtiss, verschieden Yaks, P51 Mustangs, Hawker Sea Fury, P 47 Thunderbolt, Wildcat, Hurricane, die Corsair aus Salzburg von Red Bull sowie ein Fieseler Storch, der Kurzstart und Kurzlandung vorführte.

Auch eine Kunstflugvorführung u.a. mit Rollenkreisen einer Bücker Jungmann durfte nicht fehlen. Aus Deutschland war die JU 52 der Lufthansa gekommen, die einige Steilkurven zeigte. Nachdem alle Maschinen wieder gelandet waren gab es noch eine Kunstflugvorführung einer Staffel neuerer Yaks.

Dann kam das worauf alle gewartet hatten. Alle Piloten – im wahren Leben Kampfpiloten, Testpiloten oder Chefpiloten von Fluggesellschaften, die angereist waren, um die Maschinen der Fighter Collection fliegen zu dürfen – gingen zu den Maschinen und ein Motor nach dem anderen lief an. Immer in Gruppen rollten sie zur Piste, und starteten. In der Luft sammelten sich dann die Gruppen, um sich im Gegenanflug zu einem Verband zusammenzuschließen. Und dann der Überflug aller Fighter. So viele in die Luft zeigenden Objektive hatte ich noch nicht gesehen; dazu der atemberaubende Sound.

Beim zweiten Überflug nahm ich meine Kamera herunter, da ich es lieber mit meinen eigenen Augen sehen wollte. Danach folgten weitere Platzrunden, bei denen jeweils vier bis fünf Maschinen ausscherten, um wieder auf der fahrwerksschonenden und fehlerverzeihenden Graspiste zu landen.

Ein Tag der sich gelohnt hatte, sodass es auf der Terrasse des „The Three Pickerels“ wieder viel zu erzählen gab.

Tag drei

Am nächsten Tag besuchten wir bei zunächst leicht bedecktem Himmel Cambridge, um die prachtvollen Bauten der weltbekannten Universitäten, wie z.B. dem Kings College zu besichtigen. Wir waren erstaunt über die vielen Besucher an einem Sonntag in der Stadt.

Danach ging es zeitig wieder zum Flugplatz, denn das Hotel in Bournemouth war ja gebucht. Wir wurden auf dem Flug dann von Cambridge Radar auf den Verkehr in Duxford (der zweite Tag der Flying Legends) hingewiesen und nach Farnborough Radar übergeben. Der Controller warnte uns vor dem Einflug in einen kontrollierten Luftraum. Dann nahmen wir Kontakt mit Bournemouth Radar auf und bekamen das „Cleared to land“ von Bournemouth Tower. Am Abend gab es Fish and Chips auf dem Pier.

Tag vier

Das im zwanzigsten Jahrhundert noble Seebad hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Die zahlreichen Badegäste hatten jede Menge Unrat am Strand hinterlassen. Trotzdem sind wir am nächsten Tag schwimmen gegangen und konnten kaum glauben, dass der Unrat am ca. 8 km langen Strand verschwunden war.

Auf dem Rückflug folgten wir zunächst der Küstenlinie und überflogen die Isle of Wight und das Seebad Brighton.

Dann ging es in 4500 Fuß Höhe oberhalb der Inversionsschicht über den Kanal; am Funk zunächst mit Lille Information und anschließend mit Brüssel Information. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens in Bournemouth hatte man uns erst um 16:00 Ortszeit starten lassen. Wir hatten also den Sonnenuntergang im Nacken. Beim Tankstopp in Kortrijke ging es nur mit Arbeitsteilung, d.h. die Kameraden haben getankt, während ich die Überflugzeiten der Grenzen mit der Hilfe der Karten und den aktuellen Winddaten im Flugzeug ausrechnete. Dann ging es schnell auf den Turm, um die beiden Flugpläne zur Flugsicherung zu faxen. Nach dem Start mussten wir wieder im Tiefflug durch den belgischen und niederländischen Luftraumdschungel. Über den Rhein bei Duisburg und Langen Information am Funkgerät gerastet flogen wir mit der Katana im Verband nördlich am Ruhrgebiet vorbei zurück nach Detmold.


Der Sonne entgegen!

Auch dieses Jahr am 22. Juni war es endlich wieder soweit: Unsere Jugendgruppe traf sich für ein Kurzfliegerlager auf dem Flugplatz um ein Longest Day Fliegen zu veranstalten. Bereits am Freitagnachmittag wurden die Zelte aufgebaut, die Flugzeuge vorbereitet und gecheckt. Beim gemeinsamen Grillen wurde noch der Ablauf des nächsten Morgen besprochen und spätestens nach den Gruppenspielen und der abendlichen Abkühlung im Pool gingen auch die Letzten schlafen.

Der nächste Morgen begann mit einer mehr oder weniger liebevollen Weckorgie um 3:30 Uhr, aber immerhin standen alle Teilnehmer pünktlich am Start, um in die ersten Sonnenstrahlen zu starten. Leider war der Himmel etwas bedeckt, nichtsdestotrotz erlebten wir ein einmaliges Sunrise fliegen. Die Stille der Luft, die Farbspiele und die Stadt, die langsam in ein rotes Licht getaucht wird, sind kaum in Worte zu fassen. Nachdem wir knapp 30 Starts in 3 Stunden durchgeführt hatten, ging es für uns erst einmal zum wohlverdienten Frühstück. Satt und zufrieden durfte natürlich das obligatorische Gruppenfoto nicht fehlen, bevor wir uns wieder unserem Lieblingsspiel mit Henriette, dem Huhn, zuwendeten.

Auch am Samstagabend nach einem langen, anstrengenden aber erfolgreichen Flugtag saßen wir noch spät zusammen und ließen den Abend ausklingen. Der Sonntagmorgen bestand aus Zelte einpacken und den nächsten Flugtag vorbereiten, denn vom Segelfliegen kann man einfach nicht genug bekommen!!

Insgesamt hat das Wochenende allen sehr gut gefallen, durch die gute Organisation gab es einen reibungslosen Ablauf und wir sind zu einer richtig tollen Truppe zusammengewachsen!


Fritz Schüttelkorb und Heinrich Hennigs für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt

LSV Detmold: Vorstand mit bewährten Kräften neu gewählt

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung konnte der Luftsportverein Detmold auf eine gute und unfallfreie Saison 2010 zurückblicken. Die zahlreich erschienenen Mitglieder wurden von den einzelnen Spartenreferenten an Hand von Zahlen, Daten und Fakten über das abgelaufene Jahr informiert und entlasteten den Vorstand für seine erfolgreiche, ehrenamtliche Arbeit.

Im Bericht des Jugendleiters Henning Wiedemann wurde deutlich, dass neben der Fliegerei auch gemeinsame Aktivitäten zur Stärkung der Gemeinschaft eine große Rolle in der Nachwuchsarbeit spielen. So nahm die Jugendgruppe auch an diversen landesweiten Fußball- und Volleyballturnieren der Luftsportjugend teil.
Besonders erfreulich war auch der 3.Platz von Hendrik Fröhlich beim Bundesjugendvergleichsfliegen in Laucha.
Die Mitgliederversammlung unterstrich die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit auch dadurch,  dass sie einer Satzungsänderung zustimmte, damit in Zukunft die Jugendlichen schon mit 16 Jahren und einjähriger Mitgliedschaft volles Stimmrecht erhalten und somit die Geschicke des Vereins aktiv mitbestimmen können.

Doch ohne die "Alten" geht es auch beim LSV Detmold nicht und deshalb wurden auch viele Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt.
Besonders hervorzuheben sind dabei sicherlich die Ehrungen für Fritz Schüttelkorb und Heinrich Hennigs (konnte leider nicht persönlich anwesend sein), die Beide über Jahrzehnte den Verein aktiv mitgestaltet und geprägt haben.

Bei den Wahlen wurden Vorsitzender Klaus Jung, Schriftführer Heiko Steinkamp, Motorflugreferent Robert Heen und Schatzmeister Dieter Beermann in ihren Ämtern bestätigt. Neu in den Vorstand wurden Jens Ehlenbröker als Motorsegelreferent und Helmut Altenhofen als Segelflugreferent gewählt.

Mit den Wünschen für eine erfolgreiche Flugsaison 2011 und dem Hinweis auf verschiedene gemeinsame Vereinsaktivitäten u.a. einem Vereinsflug nach Hasselt aus Anlass der 35-jährigen Städtepartnerschaft und dem Schnupperfliegen für interessierte Nachwuchspilotinnen und -piloten vom 13.-15. Mai endete die Jahreshauptversammlung.


Schnupperfliegen für Alt und Jung

Am Wochenende vom 7.-9. Mai fand bei uns auf dem Flugplatz wieder mal das Schnupperfliegen statt.

Trotz des eher mäßigen Wetters konnten die Schnupperer einige interessante Einblicke in die Fliegerei gewinnen.


80 Jahre Luftsportverein Detmold

Traumwetter und Besucherrekord beim Flugplatzfest in Detmold

Mit einem super organisierten Flugplatzfest konnten die Mitglieder des LSV Detmold in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung des Flugsports weit über 5000 Besucher am 22. und 23. August auf den Flugplatz lotsen.

Als am 15. Mai 1929 Robert Kronfeld nach einem 100 km Segelflug auf dem Königsberg nahe Detmold landete, schlossen sich flugbegeisterte Detmolder zusammen und gründeten am 21. August 1929 den Luftfahrtverein Lippe-Detmold. Seit dieser Zeit besteht mit Unterbrechung durch die Kriegswirren der LSV Detmold und ist damit sicher einer der ältesten Luftsportvereine in Deutschland.

Um dieses besondere Jubiläum gebührend zu feiern, hat man sich bewusst gegen spektakuläre Flugshows entschieden, sondern versucht, Oldtimer-Flugzeuge zu bekommen, die im Laufe der Jahrzehnte im Verein geflogen wurden. Das Konzept ging hervorragend auf und die begeisterten Zuschauer dankten es mit vielen positiven Rückmeldungen. Es war für Alle ein Erlebnis, den Fieseler Storch "einschweben" zu sehen, einen Rundflug in der Tiger Moth zu machen oder eine SG 38 im Flug zu bewundern.

Vor allem für die Kinder wurde an den beiden Tagen einiges geboten. Die Kleinen bastelten Wurfgleiter, tobten auf der Hüpfburg und erhielten nach absolvieren der "Flugplatzrallye" ihr "kleines Fliegerdiplom".

Da nicht alle Flugzeuge im Original bestaunt werden konnten, gab es ebenfalls Modellflugzeuge, die viel Anklang fanden. Eine Ausstellung zur Geschichte des Vereins und über das Erlernen des Flugsports rundeten das Programm ab.

Als Fazit kann man ziehen, dass die beiden Tage dazu beitrugen, unseren Sport in der Bevölkerung fester zu verankern und die Akzeptanz zu erhöhen. Letztendlich auch dokumentiert in der Tatsache, dass alle politischen Vertreter, die eingeladen waren, auch gekommen sind und sich lobend geäußert haben.

Für die Zukunft ist der LSV Detmold ebenfalls gut gerüstet, da gerade die Jugendarbeit einen wesentlichen Raum einnimmt und über 1/3 der Mitglieder unter 25 Jahre ist.
Daher freuen sich Alle nach der Erholung von der positiven Strapaze schon wieder auf das nächste Fest, um das faszinierende Hobby des Fliegens der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Edi Klein
Pressereferent LSV Detmold


Schnupperkurs bei den Segelfliegern

17.06.2009: Erfolgreicher Schnupperkurs bei den Segelfliegern im LSV Detmold

Bereits am Mittwoch Abend, 10.06.2009, begann der Schupperkurs beim Luftsportverein Detmold. Nachdem die 20 weiblichen und männlichen Teilnehmer zwischen 13 und 51 Jahren das gemeinsame Briefing hinter sich hatten, konnten sie schon in den beiden Schulungsdoppelsitzern Platz nehmen und erhielten eine erste Einweisung in den Segelflugsport.

Voller Vorfreude waren alle auf den nächsten Tag gespannt, an dem jedoch leider wegen widriger Wetterbedingungen das praktische Segelfliegen abgesagt werden musste. Entschädigt wurden dann alle in den kommenden 3 Tagen, an denen bei gutem Flugwetter wunderschöne Flüge mit den Fluglehrern durchgeführt werden konnten. Die Teilnehmer waren durchweg begeistert und konnten am Ende auch schon viel selbst steuern. Bei neun Teilnehmern war die Begeisterung so groß, dass sie sich sofort für die Segelflugausbildung beim Luftsportverein Detmold angemeldet haben. Alle haben erlebt wie wunderschön und trotzdem bezahlbar sich der Traum vom Fliegen erfüllen kann.

Dass auch das gemütliche Beisammensein nicht zu kurz kam, ist selbstredend. Am Samstag Abend wurde bei einem tollen Sonnenuntergang gegrillt und die beeindruckenden Flugerlebnisse des Tages wurden am Lagerfeuer noch einmal ausgetauscht. Insgesamt war es eine sehr erfolgreiche Veranstaltung für die Teilnehmer und den LSV Detmold.

Alle, die an diesem Schnupperkurs leider nicht teilnehmen konnten, aber Interesse an einem individuellen Schnupperkurs und für den Flugsport allgemein haben, können sich gerne beim Segelflugreferenten ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) melden oder gerne bei schönem Wetter auf den Flugplatz kommen.